4. Fehlerübersicht

1.) Netzteil

Fehlerbild

mögliche Fehlerursache

Bemerkungen


keine Betriebsspannung Schmelzsicherung defekt
Netzkabel gebrochen
Netzschalter defekt
bei abgetrennten Treiberleiterplattenverbund prüfen
5 P fehlt Schaltregler defekt (Schalttransistor), IC (N 2010)
5 N fehlt oder zu groß Längstransistor (VT 2040) oder Z-Diode (VD 2042) defekt
12 P fehlt oder zu groß Festspannungsregler defekt
Brummspannung auf einer Versorgungsspannung Ladeelko (C 2003/04) defekt, Gleichrichterdioden (VD 2001, 2002, 2003, 2004) defekt

2.) Treiberleiterplattenverbund

Fehlerbild

mögliche Fehlerursache

Bemerkungen


Module lassen sich nicht ein- bzw. ausschalten Unterbrechungen bzw. Schlüsse in Busleitungen; Treiberschaltkreise D 5001 bis 5005, D 50401 defekt; D 50205, D 50402 defekt (/MAD-Signale fehlen); Decoder für I/O-Adresse 80H (D 50201) defekt oszillografische Signalverfolgung
aus Modulen wird nur 0FFH gelesen Richtungssteuerung des Datentreibers (D 50207 bis D 50212) fehlerhaft; MEO-Kette fehlerhaft
Fehler nur bei DRAM und I/O-Modulen Takttreiber fehlerhaft D 50006, D 50007, VT 50001, C 50001, R 50042 bis R 50044
Fehler bei M1-Zugriff (Programmabsturz) aufsatzinternes WAIT fehlerhaft (D 50212, D 50213)
Fehler bei Verwendung von 8 k-EPROM (M 025) schlechte Masseverbindung zw. beiden Treiberleiterplatten; RB 50002, RB 50401 fehlen oder falsch bestückt; andere WAIT-Betriebsart einstellen Fehlerursache kann auch im Modul liegen
sonstige Lesefehler Fehler an Busleitungen bzw. Treiberschaltkreisen (siehe oben)
Fehler beim Strukturbytelesen Richtungssteuerung fehlerhaft; pull-up-Widerstände an Datenleitungen defekt (R 50033 bis R 50040, R 50008 bis R 50012); Fehler bei I/O-Adresse 80H (D 50201) bzw. /MAD
Fehler bei Interruptbehandlung Unterbrechung oder Schluß an INT-Leitung; pull-up-Widerstand (R 50046) defekt; Fehler an Interruptprioritätskette; D 50006, D 50008 defekt; Richtungssteuerung fehlerhaft

5. Meßgeräte und Prüfmittel

5.1 Übersicht

5.1.1 Mindestausrüstung

  • KC 85/n (n >= 2) mit Monitor (s/w genügt)
  • flexibler Geräteverbinder (normaler Geräteverbinder ohne Gehäuse bzw. zwei durch flexible Bandleitung verbundene Buchsenleisten)
  • Oszillograf
  • Digitalvoltmeter bzw. Vielfachmesser
  • externe Stromversorgung
    + 5 V / 1,8 A
    + 12 V / 0,4 A
    - 5 V / 20 mA
  • Prüfsoftware (Modul bzw. Kassette)
  • Überbrückungsmodule (M 005 USER bzw. M 006 ADAPTER mit zusätzlichen Brücken MEI-MEO und IEI-IEO)
  • Module zur Bestückung des Prüflings, z. B.
    EXPANDER RAM
    DEVELOPMENT
    V.24
    TEXOR
    ADU 1

5.1.2 Ergänzungen

  • Aufnahmegestell für Leiterplattenverbund
  • Prüfadapter für MEO, IEO, /WAIT, /INT, /NMI, /HELL
  • Prüfadapter für DEVICE CONNECTOR
  • auf Geräteadresse 2 eingestellter Bustreiberaufsatz
  • Reparaturgeräteverbinder mit IPI
  • Prüfmodul MT01
  • Geräteverbinder mit Stromversorgungsanschluß

5.2 Prüfsoftware

5.2.1 Programme WSW und DSW

Mit Hilfe dieser Programme können die Funktionen Modulschalten und Strukturbytelesen getestet werden. Außer beim Aufsatz sind die Programme auch bei der Reparatur von Modulen verwendbar.

Der Aufruf der Programme erfolgt über das CAOS-Menü (WSW nn mm bzw. DSW nn mm), wobei nn die Moduladresse und mm das an den Modul auszugebende Steuerbyte ist.

Durch das Programm WSW wird der Modul geschaltet, das Strukturbyte ausgelesen und auf dem Bildschirm ausgegeben. Diese drei Schritte werden zyklisch wiederholt.

Dem Programm DSW fehlt die Strukturbyteausgabe auf dem Bildschirm. Diese Variante ist für oszillografische Signalverfolgung bestimmt.

Die Programme enthalten außer dem Systemaufruf keine Befehle mit Absolutadressierung und sind somit an keine feste Anfangsadresse gebunden.

Ein Abbruch der Programme ist nur mit RESET möglich.

Programm WSW

7F 7F             DEFW 7F7FH      ; Prolog
57 53 57          DEFM 'WSW'
01                DEFB 01H
04 80             LD C,80H        ; I/O-Adresse
45                LD B,L
ED 59       RSW   OUT (C),E       ; schalten
ED 78             IN A,(C)        ; Strukturbyte lesen
CD 03 F0          CALL 0F003H     ; Strukturbyteausgabe
1C                DEFB 1CH
18 F8             JR RSW

Programm DSW

7F 7F             DEFW 7F7FH      ; Prolog
4F 53 57          DEFM 'DSW'
01                DEFB 01H
04 80             LD C,80H        ; I/O-Adresse
45                LD B,L
ED 59       OSW   OUT (C),E       ; schalten
ED 78             IN A,(C)        ; Strukturbyte lesen
18 FA             JR OSW

5.2.2 Programm WR

Das Programm ist in Verbindung mit einem in einem beliebigen Schacht steckendem RAM-Modul einsetzbar. Es schreibt in die oberste Speicherzelle (7FFFH) einen definierten Wert ein (55H), liest diesen Wert wieder aus, schreibt ihn wieder in die nächstniedrigere Speicherzelle, liest ihn von dort wieder aus usw., bis der gesamte Speicherbereich von 16 KByte durchlaufen ist. Der Speicherdurchlauf wird ständig wiederholt und kann nur mit RESET abgebrochen werden. Das Programm ermöglichst die oszillografische Kontrolle der Daten-, Adreß- und Steuerleitungen und der Richtungssteuerung der Datentreiber.

Vor dem Start des Programms ist der jeweilige Modul mit SWITCH nn 43 einzuschalten. Das Programm enthält keine Befehle mit Absolutadressierung, so daß es in jeden beliebigen Speicherbereich (außer 4000H bis 7FFFH) eingeschrieben werden kann.

Programm WR

7F 7F             DEFW 7F7FH
57 52             DEFM 'WR'
01                DEFB 01H
21 FF 7F    RUCK  LD HL,7FFFH     ; Anfangswerte
11 FE 7F          LD DE,7FFEH
01 FF 3F          LD BC,3FFFH
36 55             LD M,55H
ED B8             LDDR            ; umkopieren
18 F1             JR RUCK         ; Rücksprung

5.2.3 Programm RD

Das Programm RD ist unter den gleichen Bedingungen wie das Programm WR einsetzbar.

Im Unterschied zu diesem realisiert es aber nur einen Lesezugriff auf eine einzige Speicherzelle, deren Adresse in der unterstrichenen Programmzeile festgelegt ist und dort gegebenenfalls auch geändert werden kann.

Die Adresse 4080H wurde gewählt, um ein fehlerhaftes Einwirken der ausdecodierten I/O-Adresse 80H auf die Richtungssteuerung des Treibers untersuchen zu können.

Wenn das Programm RD in den im Prüfling steckenden EXPANDER RAM eingeschrieben wird (ab Adresse 4000H), kann es auch zur oszillografischen Kontrolle der aufsatzinternen WAIT-Erzeugung verwendet werden. Bei Einstellung des Aufsatzes auf M1-WAIT muß dann bei jedem M1-Zyklus ein WAIT (nachweisbar an Pin 2 von D 50007 bzw. Pin 3 von D 50008) erzeugt werden.

Programm RD

7F 7F             DEFW 7F7FH      ; Prolog
52 44             DEFM 'RD'
01                DEFB 01H
21 80 40          LD HL,4080H     ; Adresse
7E          SPR   LD A,H          ; Lesezugriff
18 FD             JR SPR          ; Rücksprung

5.2.4 Programm V24INT

Das Programm ermöglicht das Testen der Interruptfähigkeit eines im Aufsatz steckenden V.24-Moduls. Es umfaßt einen CTC- und einen SIO-Interrupttest. Beim Aufruf des Programmes (V24INT nn) ist als Parameter die Adresse des V.24-Moduls (10, 14, 18, 1C) zu übergeben.

Programm V24INT

3000           ;VEREINBARUNGEN:
3000           VERT    EQU     0F003H
3000           MODU    EQU     26H      ;UP NR.CAOS
3000           CRT     EQU     0        ;UP NR.CAOS
3000           ;
3000           MKENN   EQU     0EEH
3000           SIO     EQU     08H
3000           CTC     EQU     0CH
3000           MODSCH  EQU     10H      ;MODULSCHACHT
3000           ;---------------------------------------
3000           ;---------------------------------------
3000 7F7F              DEFW    7F7FH    ;PROLOG
3002 56323449          DEFM    'V24INT'
3008 01                DEFB    1
3009 7D                LD      A,L
300A 321000            LD      (MODSCH),A
300D 47                LD      B,A
300E 0E80              LD      C,80H
3010 3E01              LD      A,1
3012 ED79              OUT     (C),A
3014 CD1830            CALL    INTI
3017 C9                RET
3018           ;INTERRUPTTEST
3018 CD03F0    INTI    CALL    VERT
301B 23                DEFB    23H
301C 20435443          DEFM    ' CTC INTERRUPTTEST :'
3031 00                DEFB    0
3032 F3                DI
3033 3E87              LD      A,87H
3035 D30C              OUT     CTC
3037 3E40              LD      A,40H
3039 D30C              OUT     CTC
303B 3EE0              LD      A,0E0H
303D D30C              OUT     CTC
303F 219430            LD      HL,CTCINT
3042 22E001            LD      (1E0H),HL
3045 FB                EI
3046 76        CTCLOOP HALT
3047 CD03F0            CALL    VERT
304A 23                DEFB    23H
304B 0D0A              DEFW    0A0DH
304D 205349AF          DEFM    ' SIO INTERRUPTTEST :'
3062 00                DEFB    0
3063 F3                DI
3064 3E07              LD      A,7
3066 D30D              OUT     CTC+1
3068 3E5B              LD      A,5BH
306A D30D              OUT     CTC+1
306C 218B30            LD      HL,INTET
306F 0E0B              LD      C,SIO+3
3071 0609              LD      B,INTEEN-INTET+1
3073 EDB3              OTIR
3075 21A630            LD      HL,SIOINT
3078 3E55              LD      A,55H
307A D309              OUT     SIO+1
307C 22E001            LD      (1E0H),HL
307F FB                EI
3080 76                HALT
3081 3A1000            LD      A,(MODSCH)
3084 47                LD      B,A
3085 0E80              LD      C,80H
3087 AF                XOR     A
3088 ED79              OUT     (C),A
308A C9                RET
308B           ;
308B 18        INTET   DEFB    18H
308C 04                DEFB    4
308D 2C                DEFB    44
308E 05                DEFB    5
308F 6A                DEFB    6AH
3090 01                DEFB    1
3091 02                DEFB    2
3092 02                DEFB    2
3093 E0        INTEEN  DEFB    0E0H
3094           ;INTERRUPT-SERVICE
3094 3E03      CTCINT  LD      A,3
3096 D30C              OUT     CTC
3098 CD03F0    CTCI1   CALL    VERT
309B 23                DEFB    23H
309C 4F2E4B2E          DEFM    'O.K.'
30A0 0A0D              DEFW    0D0AH
30A2 00                DEFB    0
30A3 FB                EI
30A4 ED4D              RETI
30A6 3E18      SIOINT  LD      A,18H
30A8 D30B              OUT     SIO+3
30AA 18EC              JR      CTCI1
30AC           ;***************************************

ERRORS: 0000

5.2.5 Endkontrolle

5.2.5.1 Programm zur Endkontrolle mit RAM und ADU 1

Das programm zur Endkontrolle setzt eine ausschließlich aus den Modultypen EXPANDER RAM und ADU 1 bestehende Bestückung des Prüflings voraus. Das Zahlenverhältnis beider Typen zueinander ist beliebig. Jedoch sollte im Interesse einer aussagefähigen Prüfung von jedem Typ mindestens ein Exemplar vorhanden sein. In einem zweiten auf den Prüfling gestellten Aufsatz können noch die Schächte 20H und 24H (Geräteadresse des zweiten Aufsatzes umgestellt!) bestückt werden.

Im Grundgerät werden in beide Schächte Überbrückungs- oder beliebige andere Module gesteckt, sofern eine Kassettenversion des Prüfprogrammes geladen wird. Bei Nutzung einer EPROM-Version wird der entsprechende Modul statt des einen Überbrückungsmoduls im Grundgerät gesteckt. Von der EPROM-Version existiert auch eine selbststartende Variante. Hardwarevoraussetzung hierfür ist ein M 025, der auf Strukturbyte 01H umgebaut wurde. Dieser muß unbedingt in Schacht 08H stecken.

Nach dem Starten fragt das Programm zunächst die Strukturbytes der Schächte 10H bis 24H ab.

Werden hierbei leere Schächte (Strukturbyte = 0FFH) oder falsche Modultypen festgestellt, werden diese Schächte in den folgenden Prüfzyklen nicht mehr berücksichtigt. Somit ist auch eine Bestückung mit weniger als sechs Modulen möglich.

Für jeden der mit dem richtigen Modultypen bestückten Schächte werden dem Typ entsprechende Prüfungen durchgeführt (z. B. Modul ein-/ausschalten bei beiden Typen, Signatur- und Refreshtest beim RAM, Start-, Stop- und Abgleichtest beim ADU). Der Prüfvorgang wird für alle Schächte zyklisch wiederholt.

Art und Anzahl der Einzelfehler sowie die Gesamtfehlerzahl werden auf dem Bildschirm angzeigt.

Ein Überlauf bei einer Fehleranzahl (> 256 Einzelfehler der gleichen Art bei einem Modulschacht) führt zum Programmabbruch.

Zusätzlich zur Fehlerausgabe auf dem Bildschirm und zur Tonausgabe wird beim Auftreten des ersten Fehlers die gelbe LED am Computer eingeschaltet.

5.2.5.2 Programm zur Endkontrolle mit MT01

Das Programm realisiert eine zyklische Abarbeitung aller vier Modulschächte des Prüflings. Für jeden Schacht werden die mit dem MT01 realisierten Funktionen getestet. Auf dem Bildschirm erfolgt eine Anzeige der Anzahl aufgetretener Fehler, nach Modulschacht und nach Fehlerart aufgeschlüsselt.

Zusätzlich zur Ausgabe der Fehler auf dem Bildschirm gibt es auch hier ein Einschalten der gelben LED beim Auftreten des ersten Fehlers.

Das Programm PZA21 gibt es in einer Kassetten- und einer EPROM-Version. Beide sind selbststartend.

5.3 Beschreibung spezieller Prüfhilfsmittel

In den Abschnitten 5.3.1 und 5.3.2 werden einfache, leicht nachbaufähige Prüfmittel beschrieben. Im Abschnitt 5.3.3 wird die Konzeption eines perspektivisch verfügbaren Prüfplatzes vorgestellt.

5.3.1 Prüfadapter für MEO, IEO usw.

Im Punkt 3.1 (Fehlersuchstrategie) ist eine oszillografische Kontrolle der Busleitungen ohne gesteckte Module vorgesehen. Hierbei sind bestimmte Signale (hauptsächlich solche, bei denen der Informationsfluß in Richtung vonAufsatz zum Computer läuft) schlecht überprüfbar.

Eine schnelle Überprüfung solcher Signale wird mit dem vorgestellten Prüfadapter ermöglicht. Dieser hat zwei Buchsenleisten, mit denen er am EXPANSION INTERFACE IN und OUT angesteckt wird.

Die Stromversorgung des Prüfadapters wird von der am EXPANSION INTERFACE verfügbaren 12 V-Spannung abgeleitet. Am Prüfadapter ist über flexible Leitung eine Prüfspitze angeschlossen (liegt an Masse).

Beim Antasten der Prüfpunkte auf der Leiterplatte des Prüfadapters (siehe Bilder 8 und 9) und an den Kontakten der Modulsteckplätze (MEI, MEO, IEI, IEO, /HELL, /INT, /NMI, /WAIT) muß die dem jeweiligen Signal entsprechende LED aufleuchten. Damit man die richtigen Anschlüsse an den Modulschächten leicht wiederfindet, kann man einen Adaptermodul verwenden, an dessen Buchsenleiste die richtigen Anschlüsse farbig gekennzeichnet sind.

Achtung!
Unter den Prüfpunkten befinden sich auch Gatterausgänge. Deshalb nur kurzzeitig mit der auf Masse liegenden Prüfspitze antasten!

Wenn man in die Prüfleitung den gestrichelt eingezeichneten 300 Ohm-Widerstand einfügt, lassen sich mit dem Prüfadapter fehlbestückte (zu kleiner Wert) pull-up-Widerstände in den Prioritätsketten nachweisen.

Durch Einfügen eines Widerstandes in der Prüfleitung lassen sich auch solche Fehler feststellen, bei denen ein "fremder" Gatterausgang mit einem der hier genannten Signale verkoppelt ist.

5.3.2 Prüfadapter für DEVICE CONNECTOR

Der Prüfadapter ermöglicht es, Kontaktfehler, Leitungsunterbrechungen und Schlüsse zwischen benachbarten Leitungen des Geräteverbinders festzustellen.

Er liefert schnell eine gut-/schlecht-Aussage. Die genaue Fehlerlokalisierung muß dann mittels Durchgangsprüfer bzw. Sichtkontrolle erfolgen.

Wenn alle acht LED aufleuchten, ist der Prüfling in Ordnung. Falls einzelne LED nicht oder wesentlich schwächer leuchten als die anderen, weist das auf Kontaktschwierigkeiten an den Masseverbindungen (Anschlüsse 1A, 1B, 2A, 2B) hin. Bei anderen Fehlern leuchtet keine LED. Eine Unterscheidung zwischen Kurzschluß und Unterbrechung ist möglich, wenn man die Stromaufnahme des Adapters kontrolliert (z.B. Labornetzteil mit eingebautem Amperemeter).

Wenn bei nicht leuchtenden LED kein Strom fließt, liegt eine Unterbrechung vor, falls bei nicht leuchtenden LED trotzdem ein Strom fließt, hat der DEVICE CONNECTOR einen Kurzschluß.

Zum Aufbau eines solchen Prüfadapters benötigt man zwei Leiterplattenstücke mit 58-poligem Kontaktkamm (z. B. von Leiterplatten der Typen M 005 - USER oder M 007 - Adapter abtrennen). Diese werden durch Distanzstücke so miteinander verbunden, daß sie dem Buchsenabstand des DEVICE CONNECTOR entsprechen und gemäß Bild 10 verdrahtet.

5.3.3 Prüfplatz mit Reparaturgeräteverbinder und MT01

In diesem Abschnitt werden perspektivische Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen beschrieben. In der bisher beschriebenen Reparaturtechnologie besteht ein Problem in den ungünstigen Handhabungsbedingungen für das Reparaturobjekt, welches über den flexiblen Geräteverbinder mit dem Prüfcomputer verbunden ist. Durch eine Aufnahmevorrichtung läßt sich zwar der Prüfling in einer für die Bearbeitung brauchbaren Lage halten, aber auf Grund der geringen Länge des flexiblen Geräteverbinders sind nicht alle Bauelemente optimal zugänglich. Auf Grund der relativ kritischen Leitungen läßt sich der Geräteverbinder auch nicht beliebig verlängern.

Ein Ausweg bietet der mit dem Baustein IPI (Intelligentes Prozeßinterface) realisierte Reparaturgeräteverbinder. Beim IPI-Baustein handelt es sich um ein kleines Mikrorechnersystem, bestehend aus U 880-Prozessor, PIO, CTC, 2 KByte RAM und 2 KByte EPROM. Dieses System wird statt des Prüfcomputers KC 85 am EXPANSION INTERFACE IN des Prüflings angeschlossen. Die Verbindung zum Prüfcomputer kann nun, über ein in seiner Länge relativ unkritisches Kabel (serielle Schnittstelle), realisiert werden. Die Ankopplung erfolgt über eine Abrüstvariante des IPI-Bausteins (siehe Bild 11).

Für die Modulbestückung des Prüflings bei dieser Prüfplatzvariante ist ein spezieller Modultyp (MT01) vorgesehen. Dieser spezielle Prüfmodul ermöglicht die Kontrolle aller wesentlichen Funktionen der Modulschächte (Modul ein-/ausschalten, Zugriff auf Speicher und I/O-Ports, Interruptbearbeitung, NMI, WAIT-Auslösung...).

Außer zur Prüfung der vier Modulschächte wird dieser Modultyp auch zur Prüfung des EXPANSION INTERFACE OUT statt des zweiten Prüfaufsatzes verwendet. Hierzu wird er über einen speziellen Geräteverbinder angeschlossen, der das /MAD-Signal für den Modul bereitstellt und den Anschluß einer externen Stromversorgung für den Modul ermöglicht.

Anstelle der im Bild gezeigten fünf Module MT01 genügen auch bereits zwei Stück.

Die Prüfung des Aufsatzes erfolgt dann in mehreren Etappen:

  1. Beide Module in Schacht 10 und 14 stecken.
  2. Je ein Modul in Schacht 10 und 18 stecken.
  3. Schacht 18 und 1C bestücken.
  4. Einen MT01 am EXPANSION INTERFACE OUT anschließen, Modulschächte bleiben unbestückt.

6. Literaturverzeichnis

/1/ Service-Anleitung für den Kleincomputer KC 85/3, Ausgabe 06/86, VEB Mikroelektronik "Wilhelm Pieck" Mühlhausen

/2/ Kleincomputer KC 85/3 (System-Handbuch), VEB Mikroelektronik "Wilhelm Pieck" Mühlhausen 1986

/3/ Barthold / Bäurich: Mikroprozessoren - elektronische Schaltkreise und ihre Anwendung, Militärverlag

/4/ Kieser / Meder: Mikroprozessortechnik, Verlag Technik