Noch ein paar Bemerkungen zur Festplatte

von Dirk Münchgesang

Tut es! - der Winter kann noch lang sein, der Aufwand ist recht gering, die Freude am Erfolg riesengroß. Nie mehr Programme und Dateien auf X Disketten zusammensuchen und, wie bei mir, ständig aufstehen, um zum KC zu laufen und die Disketten zu wechseln!

Ich habe mir gebraucht eine superflache (1cm) 2,5"-Notebookfestplatte (120MB) besorgt, sie paßt damit ideal in den linken Schacht im D004 unten vor dem GIDE-Interface. Dieses habe ich nur aufgesteckt, weil mir das Auflöten einer Fassung auf den Vorhanden U880 einfacher erschien. Da ursprünglich vorgesehen war den Z80 bzw. U880 auf das fest eingelötete GIDE-Interface aufzustecken, muß man entweder Pin 21 zwischen Board und Prozessor kappen und das Signal mittels zweier Kabel getrennt zum GIDE führen, oder einfacher, auf dem Interface die von als "A" gekennzeichnete, wegführende Leitung (von oben gesehen) unterbrechen und "A" mit "B" (gleich daneben) verbinden. Dies ist als Option von Tilmann Reh wohl auch so vorgesehenen.

Die kleine Schaltung zur Reset-Signal/RTC-Stabilisierung (siehe KC-News 3/96) ist absolut simpel und brachte auch sofort den gewünschten Erfolg (Ich habe sie in unprofessioneller Freiverdrahtung direkt an dem 8-beinigen IC vorgenommen). Ganz witzig und dem Gesamtbild zuträglich ist auch, die Leuchtdiode auf dem GIDE-Interface auszulöten, mittels Draht (möglichst nicht zu kurz) herauszuführen und in eine original Blindschachtabdeckung einzusetzen. So sieht man immer wie die Festplatte "ackert" und kann die Schachtabdeckung zwecks Erneuerung der RTC-Pufferbatterie leicht abnehmen.

Mit der einfach einzurichtenden neuen System-Software von Mario Leubner habe ich 3 Partitionen (10 / 16 / 16 MB) ohne zusätzliches Disketten-LW eingestellt. So komme ich auf etwa 55 kB freien Speicher. Dank der Möglichkeit Start-Scripts abzuarbeiten, braucht man die selbst erstellte System-Diskette nur noch zum allerersten Hochfahren. Wenn man nämlich SUBMIT.COM mittels dieses Start-Scripts von C: nach A: kopiert, kann man von A: mittels SUBMIT C:subdatei.sub eine Startdatei abarbeiten. Zum Startlaufwerk B: kehrt man nicht mehr zurück, die Systemdiskette kann unmittelbar nach dem letzen Zugriff entfernen werden. Beim Neustart mittels der mit SYSGEN.COM erzeugten eigenen System-COMs (z. B. ZDDOS statt ZSDOS, mit oder ohne ZAS usw.), braucht man dann keine System-Diskette mehr.

Will man die Datumsstempel-Funktionen unter ZSDOS benutzen, verwendet man SETUPZST.COM und STAMPS.DAT im Zusammenhang mit UHRKC.REL von Mario Leubner (auf der ZSDOS-Diskette bzw. GIDE-Diskette enthalten). Dabei sind die ersten beiden Fragen mit mit "1" auszuwählen:

? "Generate new Stamp Program" und "DateStamper (tm)"
? "Load as RSX below the CCP" : "y"
? "Location of the STAMPS.DAT file:" "44"
(bezeichnet die ZBIOS-Funktionen)

? "Extract from Libary": "n"
? "Name of user-supplied .REL clock": "UHKC.REL"

Die nachfolgende Frage kann mit "n" beantwortet werden. Abschließend kann noch eine Eröffnungszeile und der Name der zu erzeugenden COM-Datei eingegeben werden. Diese COM-Datei starte ich ebenfalls im Start-Submit. (Wie ich von Jörg Linder erfahren habe, hat Mario Leubner den Uhrentreiber jetzt direkt in die .DAT-Dateien gepackt)

Noch ein Anliegen: Ich habe noch 8 Stück 1MB-Simm-Module für den Umbau des M011 auf 1MB, den ich selbst auch noch vornehmen möchte. Wer welche haben will soll sich bei mir melden, für ein kleines Entgelt gebe ich sie gern ab.