KC-Newsletter 2/2009
20. Dezember 2009

KC-Club
http://www.kc-club.de

** *** ***** ******* *********** ************* *****************

Inhalt:
* KC-Clubtreffen 2010
* Kassenbericht 2008
* USB-Software für CAOS V2.1
* USB-Treiber für CP/M V1.3 und DRIVER.COM V1.4
* Konzept der neuen D008
* SPACE-Taste gebrochen - was nun?
* Impressum

** *** ***** ******* *********** ************* *****************

KC-Clubtreffen 2010
... von Frank Dachselt

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu, was wie immer heißt, es ist
Zeit, an das nächste KC-Clubtreffen zu denken. Selbiges wird

vom 19. bis 21. März 2010 in Schönwalde

am bewährten Ort in der Waldschule Pausin (Am Anger 18a, 14621
Schönwalde OT Pausin ) stattfinden. Der Organisator vor Ort ist wieder
Guido Speer.

Zur Übernachtung stehen in der Waldschule etwa 28 Schlafplätze in 2
... 4-Bettzimmern zur Verfügung. Für das Treffen selbst werden die
vorhandenen Gemeinschaftsräume genutzt.

Achtung: Aufgrund der Erfahrungen des letzten Jahres werden wir
diesmal die zur Verfügung stehenden "normalen" Schlafplätze konsequent
in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Es lohnt sich also
diesmal besonders, sich zeitig anzumelden. Die jeweils noch freien
Plätze werden zu gegebener Zeit auf unserer Homepage bekannt gegeben
(Link siehe unten). Zusätzlich werden wir jedoch auch versuchen,
weitere Übernachtungsplätze zu organisieren ("Notbetten", Plätze für
Übernachtungen per Schlafsack, Übernachtungen in Quartieren außerhalb
der Waldschule). Diese Plätze können wir aber im Moment noch nicht
garantieren.

Tagesgäste können an den gemeinsamen Mahlzeiten (Mittagessen,
Abendessen) in der Waldschule teilnehmen.

Die Preise weren sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen:

Preis für eine Übernachtung mit Frühstück:   etwa 24 EUR
Pauschale für Tagesgäste:                    etwa  3 EUR

Die genannten Preise enthalten einen Beitrag für die Kosten der
Saalnutzung einschl. des Stromverbrauches. Die genauen Beträge werden
wir erst auf dem Treffen in Abhängigkeit der Besucherzahl festlegen.

Ab sofort gibt es auf unserer Homepage neben den neusten Informationen
auch die Möglichkeit zur Anmeldung:

http://www.iee.et.tu-dresden.de/~kc-club/08/0802-01.HTML

** *** ***** ******* *********** ************* *****************

Kassenbericht 2008
... von Uwe Schnick

Wie auf dem letzten Clubtreffen versprochen, möchte ich Euch den
Kassenbericht nochmals im Newsletter bekanntgeben. Insgesamt ist er
sehr übersichtlich:

Einnahmen

Mitgliedsbeiträge               EUR 20,00
Zinsen aus Kontoguthaben        EUR 12,55
---------
Summe:                          EUR 32,55

Ausgaben

Kontoführungsgebühren           EUR 12,00
---------
Summe:                          EUR 12,00

Bilanz

Einnahmen:                      EUR  32,55
Ausgaben:                       EUR -12,00
----------
Bilanz:                         EUR  20,55

Kontostand

Ausgehend vom Kontostand am 01.01.2008 von       EUR 2.508,10
ergibt sich damit zum 31.12.2008 der Kontostand  EUR 2.528,65.

Aus diesem Abschlusskontostand lässt sich ein fiktives Clubvermögen
ableiten:

234 Offene News je EUR 5,00     EUR -1.170,00
Vermögen / Überschuss           EUR  1.358,65

Mitgliederzahl

Am 31.12.2008 waren 50 Mitglieder im Club gemeldet. Die Bestimmung
erfolgte hier nach der alten Regelung, dass zu diesem Zeitpunkt noch
mindestens Guthaben für einen Newsversand auf dem Mitgliedskonto
vorhanden sein musste.

Die Kasse wurde am 28.03.2009 durch unseren langjährigen Prüfer, Guido
Speer, für korrekt befunden.

** *** ***** ******* *********** ************* *****************

USB-Software für CAOS V2.1
... von Mario Leubner

Das lange versprochene Update der USB-Software für das M052 unter CAOS
will ich Euch heute vorstellen. Es gibt nur noch eine Programmversion
für CAOS 3.1 bis CAOS 4.4, so dass das Modul M052 ohne Softwareänderung
für die KC85/3-5 einsetzbar ist. Außerdem wurden die Treiber für BASIC
und EDAS überarbeitet.
Das Programm läuft im Adressbereich ab C000h und ist für den Einsatz im
EEPROM des Moduls M052 vorgesehen. Es kann auch in einen RAM-Bereich auf
diese Adresse geladen werden (z.B. in ein Modul M011).
Das Programm wurde unter CAOS 3.1, CAOS 4.2 und CAOS 4.4 getestet, es
gibt nur noch eine Programmvariante: die CAOS-Version wird automatisch
erkannt und das Programmverhalten entsprechend angepasst -- Unterschiede
gibt es nur in der Bedienung, die Funktionalität ist identisch. Der
Betrieb am KC85/2 wird nur teilweise unterstützt.
Der USB-Teil des Moduls M052 ist nach dem Prinzipschaltplan Version 1.2
zum Anschluss des VDIP1/2 an einem PIO Port A+B ausgeführt. Die
Entwickler-Variante mit KC-Modul M001 wird von der Software nicht mehr
unterstützt, da es keine Erkennungsmöglichkeit für angeschlossene
Hardware an das M001 gibt.
Getestet wurde die CAOS-Software mit der Vinculum-Firmware 3.64, 3.66
und 3.68.

Das CAOS-Menü wird wie bereits in Programmversion 2.0 um sieben
Menüworte erweitert:

%VINCULUM Aufruf des Terminalprogramms
%ULOAD Laden eines CAOS-Programms
%USAVE Abspeichern eines CAOS-Programms
%BASIC Aufruf BASIC mit USB-Treiber
%REBASIC Aufruf REBASIC mit USB-Treiber
%BSAVE Abspeichern eines BASIC-Programms im Format *KCB
%DEVEX Aktivierung der USB-Routinen für EDAS

ULOAD und USAVE sind analog den CAOS-Kommandos LOAD und SAVE für
Kassette bzw. FLOAD und FSAVE für Diskette zu benutzen. Die Wirkung ist
identisch mit dem LOAD und SAVE im Terminal-Modus, weitere Hinweise
siehe dort.
Ein Wechseln des Verzeichnisses bzw. die Anzeige des aktuellen
Verzeichnisinhalts vom CAOS-Menü ist nicht vorgesehen. Dazu bitte in den
Terminal-Modus wechseln!

Terminal-Modus:

Der wichtigste Programmteil dürfte nach wie vor das Terminal sein,
welches durch %VINCULUM aus dem CAOS-Menü gestartet wird. Das
Systemdatum wird automatisch vom GIDE-Interface des D004/D008 übernommen
wenn DEP 3.0 läuft. In allen anderen Fällen wird zur Eingabe des
aktuellen Datums aufgefordert. Danach erhält man diesen Bildschirm, der
sich seit Version 1.2 nicht wesentlich geändert hat.

Wichtig! Der USB-Stick ist am rechten USB-Port des M052 anzuschließen,
das ist der Port P2.

In der unteren Bildschirmzeile steht links der Steckplatz des
verwendeten M052, in der Mitte die erkannte CAOS-Version und rechts das
aktuelle Datum. Das obere grüne Fenster ist das Terminalfenster, hier
werden alle Anzeigen dargestellt, die vom Vinculum kommen und nicht
direkt von den Kommandos entgegen genommen werden. Das untere schwarze
Fenster ist das Kommandofenster. Die Bedienung ist wie im CAOS-Menü. Die
einzelnen Kommandos bewirken hier:

MENU
Löschen des Kommandofensters und das Auflisten aller Menüworte.

CLS
Löschen aller Anzeigen im Terminalfenster.

USB
Mit diesem Kommando werden Befehle direkt zum Vinculum ausgeben.
Ab CAOS 4.3 werden die Befehle unmittelbar hinter das Menüwort USB
geschrieben, sonst wird dazu gesondert aufgefordert. Die möglichen
Befehle können dem Vinculum-Handbuch entnommen werden.

LOAD [oooo [s] ]
Dient dazu ein CAOS-Programm vom aktuellen Verzeichnis des
angeschlossenen USB-Sticks zu laden. Das Kommando arbeitet dabei genau
wie das CAOS-Kommando LOAD zum Laden von Magnetband bzw. FLOAD zum Laden
von Diskette. Durch Angabe des eines Parameters [oooo] kann ein
Ladeoffset angegeben werden, ein weiterer Parameter [s] mit beliebigem
Wert unterdrückt den Autostart von selbststartenden Programmen.
Vor Ausführung des Autostarts wird zunächst das Terminalprogramm beendet.
Der Name des zu ladenden Programms wird angefordert, falls dabei kein
Dateityp angegeben wird, wird .KCC benutzt.

SAVE aaaa eeee [ssss]
CAOS-Programm abspeichern. Anzugeben sind wie von CAOS gewohnt die
Anfangsadresse, Endadresse+1 und eventuell eine Startadresse. Der
Dateiname wird wie bei LOAD abgefragt. Falls unter dem Namen bereits
eine Datei existiert, kann nach der Frage 'Datei ueberschreiben (j/n)? '
entschieden werden, ob die vorhandene Datei gelöscht werden soll. Die
Antwort mit 'N' bricht den Vorgang ab.
Der Name des zu speichernden Programms wird angefordert, auch hier wird
.KCC benutzt falls dabei kein Dateityp angegeben wird.

DIR
Anzeigen des sortierten Verzeichnisses. Das Verzeichnis kann man sich
zwar auch anzeigen lassen durch das Direktkommando 'USB DIR', dann
erhält man eine fortlaufende unsortierte Ausgabe mit jeweils einem
Dateinamen pro Zeile. Bei großen Verzeichnissen wird das sehr schnell
unübersichtlich, deshalb habe ich diese komfortable Variante der
Verzeichnisanzeige eingebaut.
Es kann eine Dateimaske angegeben werden (ab CAOS 4.3 direkt hinter DIR,
ansonsten nach der Eingabeaufforderung). Entsprechend dieser Maske
werden die Dateinamen ausgefiltert. Die Maske kann die Jokerzeichen '?'
für ein beliebiges Zeichen und '*' für einen beliebigen Rest von
Dateiname oder Typ enthalten, keine Eingabe heißt dabei alle Dateien,
ist also gleichbedeutend mit *.*
Nun werden zunächst alle Dateinamen vom DIR-Kommando eingelesen,
entsprechend der Maske ausgefiltert und im RAM ab 200h abgelegt. Sind
alle Dateinamen im Speicher, werden diese noch alphabetisch sortiert und
erst dann im Terminalfenster in 3 Spalten angezeigt. Dabei pausiert die
Anzeige nach 16 Zeilen, um die Anzeige in Ruhe lesen zu können.
Die Anzahl der Dateien und Verzeichnisse wird im Kommandofenster
angezeigt und ist somit auch bei langen Listen immer sichtbar.
Zur Fortsetzung entweder die Leertaste (1 Zeile) oder Enter (1 Seite)
drücken, BRK bricht die Anzeige auch vorzeitig ab.

ACHTUNG! Wenn Dateien mit LOAD und SAVE kopiert werden sollen, dann darf
zwischendurch DIR nicht aufgerufen werden. Anderenfalls könnte das
DIR-Kommando das geladene Programm überschreiben, da der RAM ab 200h zur
Ablage der Dateinamen benutzt wird!

QUIT
Terminalprogramm beenden und zu CAOS zurückkehren. Der Interrupt, der
während des Terminal-Modus aktiv ist, wird abgeschaltet.

reset
Dieses Menüwort ist nicht sichtbar, da es in Kleinbuchstaben vorliegt.
Es kann aber dennoch eingegeben werden und löst einen RESET-Impuls für
den Vinculum-Chip aus. Das ist gleichbedeutend mit dem Einschalten der
Betriebsspannung. Man kann dadurch definierte Verhältnisse schaffen,
falls sich mal etwas aufgehangen hat und befindet sich anschließend im
Hauptverzeichnis eines angesteckten Sticks.

EDAS:

Da sowohl EDAS als auch die Vinculum-Programme im Speicher C000h-E000h
liegen, muss bei Ausführung der Vinculum-Programmteile zwischen EDAS und
Vinculum umgeschaltet werden. Unter CAOS 4.3 bzw. 4.4 kann davon
ausgegangen werden, dass EDAS mit SWITCH 2,0 aus und mit SWITCH 2,E1
eingeschaltet wird. Die Vinculum-Programmebene bleibt ständig ein und
wird von dem höher priorisierten EDAS überdeckt. Es soll auch EDAS 1.4
(im Modul M027) unterstützt werden oder ein EDAS welches in ein
RAM-Modul geladen wurde. Deshalb muss in diesem Fall angegeben werden,
mit welchen SWITCH-Befehlen EDAS ein- bzw. ausgeschaltet wird. Dies kann
bei Aufruf des Menüworts DEVEX angegeben werden.

DEVEX [..]
Das CAOS-Kommando DEVEX aktiviert den USB-Treiber für EDAS 1.4-1.6 mit
Umlenkung der Kassettenroutinen zum USB-Stick. Beim Aufruf von DEVEX
wird ein Programmteil in den IRM-Bereich ab BA00h kopiert und von EDAS
dort verwendet. Danach wird die Unterprogrammtabelle SUTAB in den IRM
kopiert und mit den USB-Routinen modifiziert. Jetzt wird das EDAS-Modul
eingeblendet und das Menüwort %EDAS zur Eingabe vorgeschlagen. So kann
man durch Betätigen der Enter-Taste sofort EDAS starten.

Beim Aufruf von DEVEX können noch bis zu 4 Parameter angegeben werden,
bis CAOS 4.2 müssen diese angegeben werden! Ohne Angabe dieser Parameter
wird die Vorbelegung benutzt, welche für den KC85/5 mit EDAS im USER-ROM
gilt und dem Aufruf DEVEX 2 E1 2 0 entspricht. Die ersten beiden
Argumente dienen dem Zuschalten von EDAS (also SWITCH 2 E1), die letzten
beiden zum Abschalten (also SWITCH 2 0). Der Speicherbereich des M052
muss bei abgeschaltetem EDAS sichtbar sein, das heißt bei Verwendung von
zwei Modulen für EDAS (M027) und USB (M052), muss EDAS auf dem
Steckplatz mit der kleineren Nummer gesteckt werden.

Beispiel: KC85/3 mit M027 auf Steckplatz 8, M052 auf Steckplatz C. Um
EDAS mit USB-Treiber zu nutzen, sind folgende Kommandos nötig:

%SWITCH 2 0 BASIC ausschalten
%SWITCH C C1 Vinculum-Ebene des M052 einschalten
%DEVEX 8 C1 8 0 DEVEX mitteilen wie das M027 zu schalten ist
%EDAS EDAS starten.

EDAS wird wie gewohnt aufgerufen. Im Menü von EDAS gibt es nun das neue
Menüwort USB. Damit werden alle USB-Zugriffe gesteuert. Nach dem
Menüwort USB wird durch Angabe eines Parameters eine von 4 Funktionen
ausgewählt werden, ohne Parameter wird der aktuelle Status und eine
kleine Hilfe angezeigt was die Parameter bewirken -- siehe Bild oben.
Folgende Funktionen gibt es jetzt:

USB Anzeige ob USB-Umleitung aktiv ist und Liste der Kommandos
USB 0 USB-Umleitung ausschalten
USB 1 USB-Umleitung einschalten
USB 2 Anzeige des aktuellen Verzeichnisses des USB-Sticks
USB 3 Wechsel des USB-Verzeichnisses, Eingabe nach dem angezeigten CD

Die Variante mit dem Parameter erschien mir als vorteilhaft, da hierfür
nur ein zusätzliches Menüwort in EDAS erscheint. Wer sich die Funktion
der Parameter nicht merken kann, ruft einfach USB ohne Parameter auf und
bekommt die möglichen Kommandoformen angezeigt.

Mit USB 0 bzw. USB 1 wird die Umleitung zum USB-Stick ein- bzw.
ausgeschaltet. Die USB-Routinen ersetzen dabei die Kassettenroutinen von
CAOS. Bei EDAS 1.6 wird deswegen automatisch der Tape-Modus angewählt.
Die Anzeige in der Statuszeile bleibt "Tape", da EDAS selbst die
Umleitung gar nicht bemerkt. Ob der USB-Stick angewählt ist oder nicht,
sieht man nur nach dem Aufruf des Kommandos USB. Wird bei EDAS 1.6 auf
DISK umgeschaltet, dann erfolgt der Zugriff auf das D004, auch wenn
USB=ein ist. Um danach wieder mit USB weiter zu arbeiten, ist USB 1
erneut aufzurufen. Soll auf Kassette zugegriffen werden, dann ist USB 0
zu wählen und falls nötig, TAPE aufzurufen. Mit EDAS 1.6 kann man also
während der Arbeit zwischen allen drei Medien wechseln.

USB 2 zeigt den Inhalt des aktuellen USB-Verzeichnisses an, allerdings
nicht so komfortabel wie im Terminalmodus. Für eine alphabetische
Sortierung der Dateinamen steht leider kein RAM zur Verfügung. Nach 20
Bildschirmzeilen pausiert die Anzeige, zum Fortsetzen entweder die
Leertaste drücken um eine einzelne Zeile zu sehen oder Enter um 20
weitere Zeilen anzuzeigen. Abbrechen mit BRK ist nicht möglich.

USB 3 gestattet das Verzeichnis zu wechseln. Dazu wird CD angezeigt,
welches mit dem Verzeichnis zu ergänzen ist. Durch Eingabe von zwei
Punkten gelangt man eine Verzeichnisebene höher, ein Schrägstrich führt
ins Hauptverzeichnis.
Tipp: Wenn man das vorgegebene CD löscht und an diese Stelle ein anderes
Vinculum-Kommando schreibt, dann lassen sich auch weitere Operationen
ausführen, z.B. Datei löschen oder umbenennen.

ACHTUNG! Wenn EDAS mit QUIT bzw. EXIT beendet wird, wird dabei nicht
automatisch die modifizierte SUTAB zurückgestellt. Dies sollte man
vorher durch Aufrufen von USB 0 im EDAS-Menü tun.

BASIC:

Im CAOS-Menü befinden sich zwei neue Menüworte BASIC und REBASIC. Diese
stehen im Adressbereich ab C000h des Vinculum-Programms wenn dieses im
KC-Speicher eingeblendet ist. Die Menüworte kommen vor den gleichnamigen
Menüworten des CAOS beim KC85/4 und werden deshalb an deren Stelle
benutzt. Beim KC85/3 ist ohnehin mit SWITCH 2 0 der BASIC-ROM
abgeschaltet werden, um Menüworte aus anderen Speicherebenen zu sehen.

Da sowohl BASIC als auch die Vinculum-Programme im Speicher C000h-E000h
liegen, muss bei Ausführung der Vinculum-Programmteile BASIC
abgeschaltet werden. Dies wird durch direkte Programmierung des PIO-Port
88H vorgenommen. Dies funktioniert beim KC85/3-5, beim KC85/2 mit
BASIC-Modul allerdings nicht, da BASIC dort nicht unabhängig vom CAOS
ausgeblendet werden kann.

BASIC und REBASIC

Aufruf von BASIC mit einem Zusatzprogramm zur Umlenkung der
Kassettenroutinen zum USB-Stick. Die Funktionalität ist wie bei BASEX
und SERVICE (Diskettenerweiterung vom D004). Aus BASIC heraus lässt sich
mittels CALL*... auf die USB-Funktionalität zugreifen. Dabei sind
folgende Unterprogramme definiert:

CALL*DE Anzeige des aktuellen Verzeichnisses (Hinweise siehe bei EDAS)
CALL*F0 Wechsel des Verzeichnisses (Hinweise siehe EDAS)
CALL*150 Umschaltung zwischen USB und Kassette

Alle anderen Treiberaufrufe, die durch BASEX und SERVICE vom D004 bzw.
CAOS4.4 bekannt sind, werden ebenfalls abgefangen und zeigen als Hinweis
die belegten Funktionen an. So z.B. bei CALL*E1.
Ist der USB-Treiber aktiv, greifen die BASIC-Befehle wie CLOAD, CSAVE
aber auch LIST#1 statt auf Kassette auf den angeschlossenen USB-Stick zu.

BSAVE
Im CAOS-Menü gibt es schließlich noch ein weiteres Menüwort BSAVE.
Dieses dient dazu, BASIC-Programme als selbst startende
Maschinencode-Programme abzuspeichern. Dazu ist zunächst das
BASIC-Programm unter BASIC in den Speicher zu bringen. Dann wird BASIC
verlassen und BSAVE aufzurufen (beim KC85/3 vorher noch SWITCH 2 0).
BSAVE zeigt die Adressen an, die verwendet werden, dann wird noch der
Dateiname angefordert. Wird kein Dateityp angegeben, dann wird *.KCB
benutzt.

ACHTUNG! Wenn BASIC mit BYE beendet wird, wird dabei nicht automatisch
die modifizierte SUTAB zurückgestellt. Dies sollte man bei Bedarf vorher
durch Aufrufen von CALL*150 aus BASIC heraus tun.

Betrieb des M052 am KC85/2

Das CAOS2.2 oder HC900-CAOS des KC85/2 ist nicht ausreichend für die
USB-Software des M052. Um dennoch die USB-Software nutzen zu können muss
CAOS 3.1 in Form eines Moduls M006 oder M025 gesteckt werden. Das Modul
M006 muss dabei auf einem höheren Modulsteckplatz (z.B. C) als das M052
(z.B. 8) gesteckt werden, damit der Speicherbereich C000-E000 vom M052
überdeckt werden kann. Der Betrieb von BASIC mit USB-Erweiterung ist in
dieser Konfiguration nicht möglich! Ein M006 mit HC901-CAOS ist nicht
verwendbar, da im HC901-CAOS einige benutzte Funktionen fehlen.

Zunächst ist mit JUMP C in CAOS 3.1 zu wechseln, dann kann mit SWITCH 8
C1 die USB-Ebene des M052 eingeblendet werden.
Für die Nutzung von EDAS ist als erstes das M027, als zweites das M052
und als drittes das M006 zu stecken.

Diese Nutzungsvarianten wurden noch nicht ausreichend getestet, es kann
also durchaus zu unvorhergesehenen Programmverhalten kommen.

Software-Download:

* USBM052 v2.1, DRIVER v1.4, M052DRV, UTOOLS v1.2:

http://www.iee.et.tu-dresden.de/~kc-club/DOWNLOAD/KC-NEWS/0902_7o9w/M052_USB_V2.1.zip

** *** ***** ******* *********** ************* *****************

USB-Treiber für CP/M V1.3 und DRIVER.COM V1.4
... von Mario Leubner

Das Modul M052 enthält zwei separat nutzbare Komponenten:
- Die Netzwerkschnittstelle mit dem WIZnet-Chip und
- die USB-Schnittstelle mit dem Vinculum-Chip auf dem VDIP2.
Für jedes dieser beiden Komponenten gab es bisher einen Treiber für
CP/M. Dieser Treiber sorgt unter anderem dafür dass das Modul M052 mit
Aktivierung des Treibers eingeschaltet wird. Bei der Deaktivierung des
Treibers (z.B. um den Speicher für andere Anwendungen frei zu geben)
sollte alles wieder in den Zustand vor dessen Aktivierung versetzen.

Doch mit zwei Treibern für das M052 gelingt das nicht vernünftig. Wenn
nur einer der beiden Treiber deaktiviert wird, dann sollte das Modul
schließlich eingeschaltet bleiben. Wenn beide Treiber deaktiviert sind,
dann kann auch das Modul ausgeschaltet werden. Es reicht auch nicht aus,
wenn sich jeder Treiber den Schaltzustand vor seiner Aktivierung merkt -
denn wenn die Treiber in der umgekehrten Reihenfolge ihrer Aktivierung
deaktiviert werden, dann würde nach der Deaktivierung des ersten
Treibers das M052 ebenfalls ausgeschaltet werden. Klingt kompliziert?
Ist es aber gar nicht!

Die beiden Treiber müssen sich nur verständigen. Dies übernimmt ein
dritter Treiber, auf den der USB- und der KCNET-Treiber zugreifen kann.
Es gibt also jetzt drei DRV-Treiber für das M052:
- M052.DRV zur Modulsteuerung
- USB.DRV für den Zugriff auf den USB-Teil
- NET.DRV für den Zugriff auf den Netzwerkteil

Wir haben vereinbart, die Treiber für das M052 als Paket
weiterzuentwickeln und künftig nur in diesem Paket zusammen
weiterzugeben. Deshalb enthalten die Archive der UTools und der
KCNET-Software ab sofort keine Treiber mehr. Die M052-Treiber findet Ihr
als gesonderten Download.
In der aktuellen Version lassen sich die Treiber nur aktivieren wenn ein
M052 im KC-System gesteckt ist. Für die Nutzung der USB-Programme muss
M052.DRV und USB.DRV geladen werden. Für die Nutzung der
Netzwerk-Programme muss M052.DRV und NET.DRV geladen werden. Und wenn
beides benötigt wird, dann sind alle drei Treiber zu laden.


DRIVER.COM

Zum Laden der Treiber habe ich bereits 1997 DRIVER.COM geschrieben.
Außer ZAS, Koppel- und Druckertreiber können seit der ZAS-Version 1.3
auch verschiebliche Treiber *.DRV geladen werden. Bisher konnte
DRIVER.COM die Treiber nur laden. Dazu gab es noch das Hilfsprogramm
ZASTEST.COM, mit dem man die geladenen Treiber auch auflisten und
löschen konnte. Diese beiden Funktionen wurden nun in die Version 1.4
von DRIVER.COM integriert. Damit ergeben sich folgende
Aufrufmöglichkeiten, die man nach Eingabe von DRIVER // wie gewohnt als
Hilfe angezeigt bekommt:

--------------------------------------------------------------
DRIVER V1.4 (c) by ML-Soft 1997-2009

Treiber laden:
DRIVER [DIR:NAME.LBR] [NAME.TYP]
alle Angaben sind optional.
Standardbibliothek = DRIVER.LBR
moegliche Dateitypen sind: LST, KOP, ZAS, DRV.

Liste geladener Treiber:
DRIVER /L

Treiber loeschen:
DRIVER /D=ID
ID=0 loescht alle Treiber
--------------------------------------------------------------

Das Laden von Treibern erfolgt wie bisher aus einer einzelnen Datei oder
einer Bibliothek. Nach dem Laden überprüft DRIVER.COM V1.4 jetzt noch,
ob die Aktivierung erfolgreich war und zeigt dies durch die Anzeige
"geladen" oder
"nicht geladen" an.
Die Ursache warum ein Treiber nicht geladen (also nicht aktiviert)
werden kann, ist abhängig vom Treiber und kann verschiedene Gründe
haben. Der Treiber M052.DRV lässt sich beispielsweise nicht aktivieren,
wenn kein M052 steckt.

Zur Kontrolle, welche Treiber geladen sind, kann man jetzt einfach
DRIVER /L aufrufen und bekommt eine Anzeige wie hier:

--------------------------------------------------------------
Liste der geladenen Treiber: ZAS Version 1.5
ID= 3 Adresse: 2B00H...3000H USE=1 Version 1.1 von FADEN'97
ID= 16 Adresse: 6E00H...8000H USE=3 Version 1.1 von IRMBUF
ID= 20 Adresse: 2200H...2B00H USE=1 Version 1.1 von HPKC
ID= 21 Adresse: 3000H...3B00H USE=1 Version 1.1 DRUCK
--------------------------------------------------------------

Das Treibersystem von ZAS ermöglicht Treibern die Funktionen von anderen
Treibern mit zu nutzen. So verwenden USB.DRV und NET.DRV die Funktionen
von M052.DRV. Diese Nutzung ist an der Anzeige USE=_ erkennbar. USE sagt
aus wie viele Nutzer der Treiber hat. Nur Treiber mit USE=1 werden nicht
anderweitig benutzt und lassen sich löschen. Das Löschen einzelner
Treiber ist jetzt auch möglich. Um z.B. den ersten Treiber der obigen
Liste "FADEN'97" zu deaktivieren, ruft man

DRIVER /D=3

auf. Da es keinen Treiber mit der ID=0 gibt, habe ich

DRIVER /D=0

verwendet, um alle Treiber auf einmal zu deaktivieren. Falls hierbei ein
Fehler angezeigt wird, muss ZAS neu geladen werden. Ursache ist meist
ein nicht fehlerfrei programmierter Treiber selbst.

Wichtiger Hinweis:

Jeder DRV-Treiber hat einen eindeutigen Identifizierungscode (ID), diese
ID's liegen im Bereich von 1 bis 255. Damit wird sicher gestellt keinen
Treiber doppelt zu laden und Treiberfunktionen nutzen zu können. In der
Hilfe von ZAS ist das ausführlich beschrieben. Hier die Liste der bisher
registrierten Treiber (Stand: 24.10.2009):

1 und 2 temporäre Bereiche ohne Treiberfunktion - allgemein verwendbar
3 FADEN97.DRV Bildschirmschoner M. Leubner
4 universeller V.24-Koppel-Treiber für COM1-COM4 M. Leubner
16 IRMBUF.DRV Puffer für Bildschirminhalt F. Dachselt
17 WINCPM.DRV Programmbibliothek WINCPM F. Dachselt
20 HPKC-Hauptprogramm HPKC F. Dachselt
21 DRUCK-Hauptprogramm DRUCK F. Dachselt
24 RAM-Floppy-Treiber für 2MB internen RAM8 F. Dachselt
25 DUDEL.DRV interruptgesteuertes Soundmodul M. Leubner
26 USB.DRV USB-Anschluss über Vinculum des M052 M. Leubner
27 NET.DRV Netzwerk-Schnittstelle des M052 R. Kästner
28 M052.DRV Modulsteuerung M052 für USB+Netzwerk Leubner/Kästner

Die ID's von 240 bis 255 sind zum Testen und Erstellen von Treibern
freigegeben. Wer gern einen solchen Treiber veröffentlichen möchte,
erhält von mir eine ID aus dem offiziellen Bereich zugeteilt.

Software-Download:

* USBM052 v2.1, DRIVER v1.4, M052DRV, UTOOLS v1.2:

http://www.iee.et.tu-dresden.de/~kc-club/DOWNLOAD/KC-NEWS/0902_7o9w/M052_USB_V2.1.zip

** *** ***** ******* *********** ************* *****************

Konzept der neuen D008
... von Karsten Schlaeth

Nachdem der erste Prototyp auf dem diesjährigen Clubtreffen bereits zu
sehen war, scheinen einige nun schon ziemlich nervös zu sein und
fragen, ob es die D008 überhaupt noch geben wird und ob es sie dieses
Jahr noch geben wird.

Nach den letzten Diskussionen zur Inkompatibilität in Sachen MicroDOS
haben wir uns nochmal ernsthafte Gedanken darüber gemacht, wie man es
realisieren kann, die Wünsche aller unter einen Hut zu bekommen und
die Bausatzkosten niedrig zu halten.

Deshalb befinden sich nun beide Floppy-Controller, der Alte "FDC9268"
und der Neue "PC8477BV-1" auf der Basisplatine. Eine zusätzliche
Aufsatzplatine für den neuen Floppy-Controller hätte den Preis des
Bausatzes nur unnötig hoch getrieben und den Platz für eine eventuell
spätere Erweiterung der D008 durch eine Aufsatzplatine vielleicht
unmöglich gemacht.

Um dies jedoch zu realisieren, da ja kein Platz mehr für den neuen
Floppy-Controller auf der Basis-Platine war, musste ein großer Teil
der Logik in GALs untergebracht werden. Man kann also sagen, das
gesamte Konzept der D008 V1.0, wie es beim letzen KC-Treffen
vorgestellt wurde, wurde komplett umgestoßen und alles nochmal
überarbeitet, so dass daraus nun gleich die D008 V2.0 geworden ist.

Und wenn man schon mal dabei ist, alles umzustoßen und mit solch
kreativen Leuten wie Enrico und Mario zusammen arbeitet, dann fließen
natürlich auch gleich wieder neue Ideen in dieses Projekt und da ich
ja ein Perfektionist bin, versuche ich das natürlich auch alles gleich
noch mit umzusetzen.

Das neue Konzept, für die D008 V2.0 steht also nun schon eine ganze
Weile, der Schaltplan ist auch komplett fertig, die Bauteile sind alle
schon im Layout angeordnet und ich bin gerade dabei, die neue Basis-
Platine für die D008 V2.0 fertig zu routen. Im Laufe dieses Monats
geht die Platine noch in die industrielle Fertigung, dann muss Mario
noch diverse MLDOS-Programmteile für die D008 V2.0 anpassen und dann
hoffen wir, dass alles so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt
haben.

Fazit: Die neue D008 V2.0 wird es dieses Jahr nicht mehr geben, aber
wenn alles klappt wohl noch vor dem nächsten KC-Treffen.

So, nun noch ein paar Infos zu den Neuerungen der D008 V2.0:

Die D008 V2.0 verhält sich nach dem Einschalten also wie eine D004,
sie läuft erstmal nur mit 4MHz und man kann MicroDOS wie gewohnt
booten, was ja auch vielen sehr wichtig war.

Interessant wird es nun mit CP/M:

Man kann also nun mit 4MHz, 8MHz und 16MHz arbeiten.

Ich stelle mir das also folgendermaßen vor (schon ein paar Ideen für
Mario):

Man könnte in der Datei OPTION.INC den Takt (4MHz, 8MHz und 16MHz)
vorwählen, womit MLDOS booten und arbeiten soll, kann aber natürlich
während des Betriebes den Takt individuell manuell mit dem Befehl
TAKT umschalten. Man könnte den Floppy-Controller, mit dem man
arbeiten möchte, ebenfalls in der Datei OPTION.INC vorwählen.

Man hat unter MLDOS nun 128KB System-RAM zur Verfügung und kann die
vier 16KB Ebenen 0000H ... 3FFFH, 4000H ... 7FFFH, 8000H ... BFFFH und
C000H ... FFFFH des System-RAMs mit einem softwaremäßigen
Schreibschutz versehen. Beim Verletzen des Schreibschutzes wird ein
Interrupt ausgelöst und kann per Software abgefragt werden. Dies war
allerdings nicht unbedingt für MLDOS vorgesehen, sondern für ein
weiteres neues Betriebssystem, das später vielleicht mal auf der D008
V2.0 laufen soll, dazu aber später mehr.

Es ist bei 2 MByte RAM-Floppy geblieben, allerdings wurde die
Speicherarchitektur komplett verändert. Die 2MB-RAM-Floppy in der D008
V2.0 besteht nun aus frei rotierenden 16KB-Blöcken die beliebig ein-
und ausgeblendet werden können, dies ist eine Vorbereitung auf das
vielleicht mal kommende neuartige Betriebssystem, aber auch in
Vorbereitung für die Verwendung von CP/M3 in Verbindung mit der D008
V2.0.

Weiterhin wurden nun die Interrupt-Ausgänge des Koppel-RAMs auch mit
einbezogen, dies soll den Datentransfer zwischen KC85 und D008 V2.0
beschleunigen.

Im Anhang findet Ihr die aktuelle Portliste der D008 V2.0 und die
verschiedenen Varianten der Speicherorganisation des System-RAMs, die
mit der D008 V2.0 nun möglich sind. Daran seht Ihr schon, dass die
D008 V2.0 ein wahres Multimonster geworden ist.

Dies soll es dazu erstmal gewesen sein, ich hoffe Ihr haltet noch
etwas durch, denn eins ist Sicher, die D008 V2.0 wird es bald geben.

Weitere Informationen zum Konzept der neuen D008:

* Portliste:

http://www.iee.et.tu-dresden.de/~kc-club/DOWNLOAD/KC-NEWS/0902_7o9w/D008_V2.0_Portliste.pdf

* Varianten des System-RAM:

http://www.iee.et.tu-dresden.de/~kc-club/DOWNLOAD/KC-NEWS/0902_7o9w/D008_V2.0_RAM.pdf

** *** ***** ******* *********** ************* *****************

SPACE-Taste gebrochen - was nun?
... von Gerrit Schulz

Die SPACE-Taste wird zweckmäßig mit Nagellack geklebt, der gibt eine
ausreichend stabile und gleichzeitig elastische Verbindung. Ich habe
mir schwarzen Nagellack bei Rossmann besorgt. (Für KC 85/4 - weiß,
aber welcher wäre der beste?) Als Unterlage diente mir ein leerer
plattgemachter Milchkarton. Ferner benötigt man Kreuz- und
Schlitzschrauber, eventuell eine Briefmarken-Pinzette und kleine
Unterleger, z.B. Briefklammern. Dazu etwas Geschick und ein paar
Stunden Zeit.

Um an die zerbrochene Taste heranzukommen, muss die ganze Tastatur in
möglichst staubfreier Umgebung zerlegt werden. Nach dem Lösen der drei
Gehäuseschrauen muss man vorsichtig die unteren Halterungen
aufbekommen. Dann legt man das ganze Teil auf die Oberseite, so dass die
SPACE-Taste vorne liegt. Den Boden klappt man nach oben. Nun sind die
18 Kreuz-Schrauben der Platine zu lösen. Achtung! Darunter sitzt (aus
dieser Sicht oben links) eine winzige Feder, die als
Potentialausgleich dient, nicht verschmeißen!!! Die Platine wird nun
nach oben geklappt, die Feder in eine kleine Schale gelegt, außerdem
die weiße Plastikmaske A nach oben.

Das Weitere muss behutsam geschehen: Da die schwarzen Noppen
(Leitgummi) beinahe lose in dem Rahmen liegen, den Rahmen vorsichtig
beiseite legen, auf eine saubere, glatte Unterlage. Wenn ein paar
Noppen herunterfallen diese in ihre Löcher zurückstecken. Ja, die
SPACE-Taste besitzt stets nur einen Leitgummi. Auf der rechten Seite
sitzt die Feder. Auf deren Lage achten.

Die letzten zwei Schrauben lösen, dann die beiden Plastikfolien B & C
(Reihenfolge) und die Metallplatte herausziehen und zu dem Rahmen mit
den Leitgummis legen. Die Feder ablegen.

Wie man nun die beiden Hälften der Taste herausbekommt, ist schwer zu
beschreiben, aber diese Stange behutsam erst links, dann rechts nach
vorne ziehen hilft dabei. Dabei gleich die Richtung der Taste merken,
sie sollte zwar egal sein, aber man weiß nie. Milchkarton als Ablage
bereithalten, schauen ob die Teile gut zusammenpassen.

Nun vorsichtig mit wenig Lack beide Bruchflächen bestreichen, und die
Taste dann festdrücken. Alles sollte gleich genau stimmen, und nur
wenig Lack austreten. Da der Lack noch einzieht, muss er nicht
verwischt werden.

Nach einer Stunde sollte man im Inneren der Taste nachlackieren, schön
dick über dem Spalt und an den Flanken. Das soll die Sache haltbar
machen. Aber zum Zocken darf man das Teil so nicht mehr nehmen. Da
denkt bitte über eine Verstärkung mit Bauschaum (Moltofill, Zement
o.ä.) nach.

Nach 3 Stunden - wer's eilig hat, eine dürfte auch genügen - Trocknung
heißt es: Taste wieder rein, es ist einfacher als das Herausbauen. Nun
passt man die Metallplatte mit der Feder, dann die beiden Folien B & C
ein und verschraubt mit den beiden Schräubchen. Darauf legt man die
Noppen-Geschichte und hier kommen die beiden Helfer, die Briefklammern
zum Einsatz: unter die Tastatur gelegt, verhindern sie, dass die Noppen
nach oben herausrutschen. Nur wenn sie alle genau in den Löchern
stecken, funktionieren die jeweiligen Anschläge. Das X saß bei mir
zuerst nicht korrekt, und ich durfte 18 Schrauben nochmal rein- und
rausdrehen. Nun noch weiße Folie A und - das Federchen.

Bevor man nun die erste der 18 Schrauben eindreht, schauen dass das
Federchen wieder an seinem Platz sitzt und guten Kontakt zum Blech
hat. Auch sollten die Kontaktstellen der Platine noch immer staubfrei
sein, notfalls hilft ein Wattestäbchen (nicht anfeuchten wg.
Korrosion!). Da die Toleranzen eng sind, sollte man die Platine von
den Ecken beginnend festschrauben, dabei KEINE Schraube überdrehen,
sonst macht das Tippen keinen Spaß mehr.

Aber nun viel Spaß mit Eurer reparierten KC-Tastatur...

** *** ***** ******* *********** ************* *****************

Impressum

Redaktion: Frank Dachselt, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Mitgliederverwaltung und Email-Verteiler: Uwe Schnick, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Der KC-Newsletter ist eine Informationsschrift des KC-Clubs.


** *** ***** ******* *********** ************* *****************