14. Treffen des KC-Club im EBZ Ballenstedt

Steffen Gruhn

Voller Vorfreude packte ich tags zuvor meinen KC zusammen. Monitor nur dieses Mal nicht vergessen. Auch der Plotter mir einem Satz Stifte sollte mit. Schnell noch DIN A3 Papier beim netten Verkäufer vom Copyshop für eine kleine Spende in die Kaffeekasse organisiert. Dann ging es los in den Harz nach Ballenstedt.

Es sollte lt. Navi ca. 4.5h dauern, doch die gute Frau in dem Kasten war sich nicht bewusst, das es auch mal in Deutschland schnell mit dem Straßenbau geht, so war ich in nicht ganz 3h schon am Ziel. Dort angekommen musste alles erst mal um das Gebäude getragen werden um es innen wieder den Weg zurück zu tragen. Den vorderen Eingang durften wir aus nicht ersichtlichen Gründen nicht nutzen. Drinnen ging es schon richtig gemütlich zu, die verschiedensten KC Anlagen waren schon aufgebaut. Also Plätzchen suchen und auspacken. Mein KC hatte alles dank seiner guten Transportkoffer heil überstaden. Alles anschließen und einschalten. Hmmm mein typisches KC Problem, er bootet nicht. Fehler hab ich auch nach 2 Jahren noch nicht gefunden. Entweder doch noch eine kalte Lötstelle oder aber nach Tipp, das Netzteil liefert im kalten Zustand zu wenig Strom. Na egal, bisschen warmlaufen lassen dann geht es ja.

Die Ankündigungsliste las sich vielversprechend und ich nahm mir vor, mal bei allen Vorträgen dabei zu sein. Als Zimmer bekam ich ein Einzelzimmer mit Dusche und WC. Das stimmt also schon mal super. Ich sollte für Enrico und Dirk Platz freihalten, was sich aber schwieriger als gesagt herausstellte. Der Platz in dem Raum war so schnell weg, so schnell konnte man gar nicht schauen. Auch wieder etliche neue Gesichter waren zu sehen. Durch die Vielzahl an KC Anlagen, fühlte sich der FI dazu gewogen mal zu fallen… Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir im dunklen saßen. Eine einmalige Neuerung auf dem Treffen war ein, zwar nicht mit großer Geschwindigkeit gezeichneter, Internetzugang. So konnte man schnell mal in das Robotron Forum um einen Gruß los zu werden, oder aber schnell mal eine Information abrufen.

So ging der Freitag mal wieder viel zu schnell rum und in der Früh um 3 lagen dann auch die letzten im Bett. Der Samstag kam viel zu schnell. Sollte aber alleine durch die guten Vorträge recht interessant werden. Viel wurde diskutiert, auch das eine oder andere repariert. Guido gab jedem die Möglichkeit, seine Leiterplatte von seinem neuen kleinen Multitool zu bohren. Auch hatte er eine selbstgebaute, recht anmutig anzusehende Wickelmaschine dabei, die Enrico ausgiebig nutze um Wickeldraht von einer großen Rolle auf kleinere, handlichere Spulen zu bekommen.

 

Die Vorträge im Einzelnen:

- SprSpracheingabe mit dem Kleincomputer

o Sehr interessanter Vortrag von Volker Pohls über die theoretischen Prinzipien, die praktische Umsetzung, mit vielen Entwicklerinformationen und einer Demonstration am Z9001. Zu sehen gab es eine toll gemachte Powerpoint Präsentation, das Original Spracheingabe Set für den Z9001. Interessant zu erfahren, wie die Entwickler es geschafft haben, die Information so zu verkleinern das sie in den begrenzten Speicher passen und dennoch Wörter unterscheiden können.

 

- HerHerkunft und Interna des KC-Basic

o Den Vortag von Volker Pohls hab ich leider verpasst. Vielleicht kann jemand anders mal drüber schreiben.

 

- DerDie letzten 8bit Rechner der DDR

o Der Vortag von Rüdiger Kurth drehte sich ganz um die Mansfeld PCs. Ein Blick über den Tellerrand hinaus lohnt sich also immer und die Vorträge sind immer gut Besucht.

 

- WirWir Lüften „das Geheimnis den schwarzen Koffers“

o Rüdiger Kurt hatte einen großen schwarzen Koffer dabei, dessen Inhalt sich als Entlötstation entpuppte. Bisschen größer als die, die wir heute kennen, aber sehr beeindruckend.

 

- KC Der 85/4 mit 3.55 MHz Taktfrequenz

o Der Bericht von Matthias Fiedler über den Umbau seines KC 85/4 auf eine höre Taktfrequenz, lies so manchen KCler das Herz schneller schlagen. Schnell war wieder in Erinnerung, dass ja mal eine Turbokarte in Planung war. Der Umbau gestaltet sich als recht einfach, der Aufwand ist gering. Eine Anpassung der Software soll möglich sein, ebenso eine An/Aus Schaltung des Taktes. Warten wir auf die Bauanleitung.

 

- SprSprachausgabe am Kleincomputer

o Ein sehr interessantes Thema welches sich Gerrit Schulz für einen Vortrag da ausgesucht hat. Ist schon erstaunlich, dass mit so wenig RAM doch ein so gutes Ergebnis möglich ist. Was wird das erst, wenn er mal ein 4MB Modul zur Verfügung hat.

 

-SticUSBstick am KC85

o Der Vortrag von Maio Leubner auf den wahrscheinlich die meisten KC-User sehnsüchtig gewartet haben. Durch den Einsatz eines Handelsüblichen USB-Stick, können sich User die nicht über ein D004 verfügen, auf die Vorzüge einer „Festplatte“ kommen. Das mühselige einlesen der Programme mittels Kassette entfällt dann ganz und die Daten sind auf dem Stick auch noch recht sicher. Der Schaltungsaufwand beschränkt sich auf ein überschaubares Minimum.

 

Bun Bunkermuseum Kolkwitz

o Der Film den uns Günter Stendel zeigte war super interessant. Auch seine Ausführungen zu den Orten waren einfach nur super. Er erzählte uns so einige Sachen aus dem Nähkästchen und Anekdoten aus seiner früheren Arbeit in der Bunkerradaranlage. Also ich für meinen Teil weis, dass wenn ich mal in die Nähe von Kolkwitz komm, schau ich mir das Museum mal in natura an.

 

NET KCnet – mit dem KC85 ins Netzwerk

o Der letzte Vortrag, war Ralf Kästner und seinem weiterentwickeltem KC-Net Modul vorbehalten. Er zeigte uns eine verbesserte Version seines Moduls, zeigte verschiedene Tests am KC <-> PC. Auch eine passende Software ist nun schon vorhanden, so dass dem Datenaustausch im Netzwerk nix mehr im Weg steht.

Mein Plotter, konnte sich auf dem Treffen mal wieder so richtig austoben, die anwesenden Kinder freute es umso mehr, sie hatten was zum ausmalen und mit nach Hause nehmen. Bei Mario Müller gab es eine verbesserte Version seines Schaltkreistesters zu sehen. Johann Spannenkrebs hatte eine AC1 mit VGA Ausgabe dabei. Enrico Grämer zeigte seine NixieUhr mit original Westminster Gong. Der Samstag verging wieder mal viel zu schnell. Im Großen und Ganzen sind wir dann von Stromausfällen durch den FI verschont geblieben.

Um noch mal auf das USB und Netzwerkmodul zurück zukommen. Die Planung sieht nun ein Modul für den KC vor, in dem KC-Net und USB-Stick in ein Modulgehäuse passen und so einfach gesteckt werden kann. Eine Modulnummer wurde auch schon gefunden, M052 soll es werden. Bis zum nächsten Treffen soll es fertig sein und wieder als Bausatz zur Verfügung stehen. Apropo nächstes Treffen, der Ort wurde auf dem Treffen ganz unbürokratisch mittels Strichliste ausgewählt. Schönwalde/Pausin JA/NEIN… Das Ergebnis: 29 zu 3 für JA. Also nächstes Jahr ist das Treffen am 27.03. – 29.03.2009 in Schönwalde/Pausin.

Am Sonntag lichteten sich die Reihen dann schnell. Von Vorteil war auch die Tatsache, das wir mit unseren Geräten an der Seite bei der Küche gleich durch durften und nicht wieder hinten rum mussten. Die Besucherzahl vom letzten Jahr verpassten wir knapp. Bis einschließlich 04.03.2008 waren 47 Teilnehmer angemeldet.

Nun noch ein wenig was für unsere Statistiker:

Der Preis des höchsten KC Turms ging wieder an Lutz Hartmann mit seinem Doppel KC Turm.

Insgesamt waren auf dem Treffen 20x KC 85/4, 2x KC 85/3, 3x BIC A5105, 3x Z1013, 2x AC1 – davon einer mit VGA Ausgabe, 2x KC 87, 3x P8000, 1x A7100, 1x LC80 und 1x Mansfeld K6319. Hab ich was vergessen… Entschuldigung